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Leserbriefe Herzlichen Dank an alle, die uns zum Start
dieser neuen Seite gratuliert und alles Gute gewünscht haben.
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| 28.01.2010 |
Sehr geehrter Herr Kreutzer, seit Jahren schon lese ich Ihre Paukenschläge. Vielen Dank für Ihre Aufklärung. Die humorvolle Art, mit der Sie kritischen Themen zu Leibe rücken, wirken wie ein hell loderndes Leuchtfeuer, das selbst auf trüber See gut sichtbar ist. Auf Ihrer neu eingerichteten Seite für gute Leistungen und Produkte, die ohne Werbung auskommen, fehlt mir allerdings eine Rubrik, nämlich Gesundheit und Medizin. Ich weiß, dass Ärzte für ihre Leistungen nicht werben dürfen. Aber erledigt das in ihrem Namen nicht längst auf höchst aggressive Weise die Pharmaindustrie? Das Apotheker-Blättchen? Dennoch gibt es sie, die alternativen Mediziner, jene, die abseits der Pharmaindustrie eher ein Schattendasein führen. Jene, die nach den wirklichen Ursachen der Leiden forschen und mit ihrer Behandlung höchst erfolgreich sind. Leider zählt ihre Hilfe in den meisten Fällen nicht zur Kassenleistung. Hat man einen solchen Arzt nach jahrelangem Leiden jedoch erst einmal aufgespürt, pfeift man auf die Kassenleistung und erfreut sich nach der Behandlung am wiedergewonnenen Wohlbefinden. Alle vorher konsultierten Ärzte und Fachärzte sehen einen dann meist nie wieder, was dann doch auch ein Segen für die Krankenkassen sein dürfte. Sind derartige Behandlungen, die ein enormes Einsparpotential böten, eher unerwünscht? Ich empfinde es als Frevel, dass wissenschaftlich erbrachte Leistungen im Gesundheitswesen auf keinerlei Anerkennung stoßen. An dieser Stelle erlaube ich mir, Herrn Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinski lobend hervorzuheben. Er ist Facharzt für Innere Medizin - Umweltmedizin und unterhält ein Diagnostik- und Therapiezentrum in der Wielandstr. 7 in 18055 Rostock, auch zu finden unter www.dr-kuklinski.info/ Sicher gibt es mittlerweile eine Reihe Ärzte auch innerhalb Deutschlands, die sich seiner Lehrmeinung anschließen oder auch ganz von selbst auf bestimmte biochemische Zusammenhänge bezüglich der menschlichen Natur gekommen sein mögen. Man muss nur intensiv genug im Internet wühlen. Demgegenüber gibt sehr viele Ärzte, die von Dr. Kuklinskis vorgeschlagenen Tests bezüglich einer Diagnosestellung kaum zu überzeugen sind und man dann geneigt ist, drei Monate Wartezeit in Kauf zu nehmen, um einen persönlichen Termin in Rostock zu erhalten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass dieser Weg sich als Segen entpuppte. Dieser Mediziner lehrt, wie man ganz einfach selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen kann, verordnet ausschließlich nebenwirkungsfreie Heilmittel, die in keiner pharmazeutischen Werbung zu finden sind. Zur Diagnosestellung nimmt er sich bis zu drei! Stunden Zeit. Einziger Wermutstropfen, man muss meist die Behandlung und immer auch die erforderlichen Heilmittel selbst zahlen. Oft reicht aber schon eine einmalige Konsultation. Warum dies so sein muss, diese Antwort schulden uns Politiker wie die frühere Gesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt oder der neue FDP - Minister für Gesundheit, Herr Rösler. Wahrscheinlich waren derartige Vorschläge in dem von der FDP groß gepriesenen Sparbuch gar nicht zu finden. Aber dieses Sparbuch entpuppt sich ja jetzt eh als "für die Katz". Dafür dürfen viele Kassenpatienten vom neuen Jahr an 8,00 monatlich mehr berappen. Für diesen Beitrag erhielten Kranke schon einen ganzen Teil hochwirksamer Heilmittel, die nicht der Werbung unterliegen. Klar dürfte es für den medizinisch unbedarften Laien erst einmal schwer sein, die Spreu vom Weizen zu trennen. Umso mehr bedarf es meiner Meinung nach einer seriösen Seite wie der Ihren, auf der solche Adressen bekannt gemacht werden können. Ihrer Anregung folgend, nicht nur zu lesen, sondern auch zu schreiben, möchte ich daher meine Anregung an Sie herantragen. Mit freundlichen Grüßen Sigrid Herwig |
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| 27.01.2010 |
Lieber Herr Kreutzer, gerne würde ich Ihrer Aufforderung Folge leisten, aber - wie Sie wissen - lebe ich jetzt seit fast drei Jahren in Apulien. Und hier gibt es - oh Wunder - kaum Supermärkte. Gut, es gibt jeweils 20-25 km von hier entfernt einen Lidl, einen Famila, einen Pennymarkt und einen Eurospin, aber in den Städten selbst beherrschen die kleinen Tante-Emma- und Kramläden das Straßenbild. Werbung, die in D. die Briefkästen bersten lässt, gibt es hier gar nicht. Leuchtreklame findet man - auch in Städten wie Manduria, Maruggio oder Avetrana so gut wie nicht. Nein, hier kaufen die Menschen überwiegend auf den Wochenmärkten, wo die ansässigen Bauern und kleinen Läden ihre Produkte sehr preiswert anbieten. Es gibt weder A..- noch F...-Brillen, sondern kleine Optikerläden, die eine geringe Auswahl unterschiedlicher Produkte verkaufen. Aber - wer kennt auch schon Apulien? Die meisten verwechseln es mit Anatolien in der Türkei. Hier lohnt es sich nicht, große Ketten und Einkaufszentren zu errichten. Hier sammeln noch viele Menschen ihre Kräuter, Schnecken, ihren wilden Spargel etc. zur jeweiligen Jahreszeit auf den Feldern. Wilder Rucola wächst sogar auf unserem eigenen Gelände. Man fühlt sich eher in Afrika als noch in Italien. Ich kann nur sagen: Leute, reist einmal nach Apulien. Hier lebt es sich noch wie vor 50 - 60 Jahren in Deutschland. Klar ist es aufwändiger, in jeweils einzelne kleine Läden zu gehen, um das zu bekommen, was man haben möchte. Zum Bäcker und Metzger nach Marrugio, zum kleinen Tierfutterladen nach Manduria, auf einen der Wochenmärkte für Obst und Gemüse in Sava, Avetrana oder Erchie, zum Holzhändler nach Sava etc., aber es lohnt sich. Und es ist spannend, was dort so alles von kleinen Händlern für kleines Geld angeboten wird. Hier hat man Fleisch ohne Wasser in der Pfanne (frisch aus der Region), die Brötchen sind handgefertigt und knackig (ohne Luft), Gemüse und Obst sind frisch geerntet und der Jahreszeit entsprechend (und preiswerter als beim Supermarkt). Tiefkühlkost ist kaum im Angebot und richtig teuer. Dosensuppen und Dosengemüse gibt es so gut wie nicht. Will man hier einmal Nierchen essen, muss man sie sammeln und tiefkühlen. Es gibt nämlich nur jede Woche 1 Rinderniere beim Metzger, weil er nur 1/2 Rind schlachtet. Man sagt, dass Apulien die ärmste Region Italiens ist - das stimmt sicherlich. Aber hier werden die Menschen sehr alt - warum wohl? Keine Hetze, mehr Muße, Geduld und eine erfrischende Freundlichkeit. Bisher habe ich wohl mürrische und unfreundliche Deutsche hier kennen gelernt, aber keine mürrischen, unfreundlichen, neidischen und gestressten ItalienerInnen. Und vor allen Dingen auch keine besoffenen oder zugedröhnten Jugendlichen oder Erwachsene auf den Straßen oder auf irgendwelchen Plätzen gesehen. Werbung ist Krieg - ja! Aber nur, wenn dieser Krieg unterstützt wird. Er wird wohl zum Dauerkrieg werden, solange sich die Bevölkerungen weiter verdummen lassen. Liebe Grüße aus Apulien, Mary Ann Christen-Meyer |
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| 27. Januar 2010 |
Hallo Herr Kreutzer, erhalte seit einiger Zeit ihren Newsletter, der mir gut gefällt. Mit Ihrer letzten Mail Ohne Werbung Gut und der Webseite kommen Sie in die Nähe einiger Gedanken die ich hege. Bitte schauen Sie sich doch meine Seite www.aurumorbis.com an. Hoffe der Inhalt gefällt Ihnen. Vielleicht können Sie ja etwas dazu beisteuern, auch wenn es nur Ihre Meinung ist. (Auf der Seite ist noch etliches einzuarbeiten) Schönen Gruß |
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| 27. Januar 2010 |
Hallo, Herr Kreutzer! Hier eine kleine Geschichte aus meiner Zeit als Halberstädter (...) als ich für die Jungs durch die Gegend gereist bin, meldete sich der Chef der Cottbuser Firma Kunella bei mir. Die Brüder machen in Öl und Mayonnaise. Ketchup auch. Die Firma war in den letzten Tagen der Zonenzeit generalüberholt worden und hatte die neueste Ausstattung bekommen. Dann kam der Westen und mit dem das Aus. Das wollten sich die Cottbuser so nicht bieten lassen. Vertrauend auf die beste Rezeptur der Welt und auf die eigene Kraft haben sie den Großen, die den Laden übernehmen (und schließen!) wollten, den Daumen gezeigt und weiter gewühlt (Stichwort: Management-Buyout). Wer nun aber denkt, daß ein Produzent in der freiesten aller Gesellschaften einfach so seine Ware an den Mann bzw. die Frau bringen kann, der hat sich geschnitten! Da es im Osten kaum private Einzelhändler gab, hatten einige wenige Westkonzerne gute Karten. Die Konsum-Genossenschaft ging geschlossen an Interbuy (die es wohl im Moment auch nicht mehr gibt), die HO-Läden gingen an Spar, und der Herr Parnitzke, der heute noch Chef der relativ kleinen Firma ist, war aufgeschmissen. Ich habe parallel zu meinem Halberstädter Sortiment noch Mayonnaise und Öl angeboten, weil sich die Firma keinen eigenen Vertreter hat leisten können. Dazu hat Kunella damals noch Senf aus Bautzen im Kunella-Gewand angeboten. Die sollten auch die Pforten dicht gemacht kriegen, wurden dann aber von Develey übernommen. Aber der Bautzner Senf ist noch das, was er früher war... Jedenfalls war unser lieber Herr Parnitzke dazu gezwungen, nach Biel in die Schweiz zu reisen, und nach Hamburg, um dort die Genehmigung zu bekommen, in den Laden gleich nebenan in CB liefern zu können. Die kriegte er aber nicht, denn bei beiden Handelsfirmen haben andere Marken das Sagen. Stück für Stück und Collo für Collo war es uns dann gelungen, die Firma wenigstens im sächsischen Raum unterzubringen. Inzwischen sind die bei den meisten Großen gelistet und haben einen recht ansprechenden Internetauftritt. Die Produkte sind einfach Klasse, angefangen beim Outfit bis hin zum Geschmack. Herr Parnitzke hatte mich seinerzeit in die Geheimnisse von Mayonnaise, Senf, Ketchup und Co. eingeführt, aber ich will Sie nicht mit Details langweilen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, etwas von dieser Firma zu ergattern, dürfen Sie sich wirklich freuen! Übrigens ... mir fehlt es hier an nix, aber wenn ich hier Kunella bekäme... vielleicht noch "Remoulade" - mmmmmmmmm - dann wäre alles perfekt! Und, weil wir gerade dabei sind, noch Bautzner Senf mit dazu. Senf machen können die Russen auch nicht, die Westfirmen genausowenig. Wenn Sie die Möglichkeit haben, probieren Sie mal was mit "Bautzner mittelscharfem"! Herzliche Grüße! |